Spielbericht SSV Falkensee – HSV Müncheberg/Buckow
Hallo zusammen und herzlich willkommen, liebe Handballfreunde!
Diesmal hat es uns ganze 120 km weit nach Falkensee verschlagen –
eine Tour, bei der man fast wieder vergisst, ob man eigentlich zum
Auswärtsspiel fährt oder schon auf Kurzurlaub ist. Doch statt Souvenirs gab’s
zwei Punkte! Mit einer richtig starken Mannschaftsleistung haben wir uns dort
durchgesetzt und gezeigt, dass wir in dieser Saison eine Mannschaft sind, mit
der man jederzeit rechnen muss. Also zurücklehnen, durchatmen – jetzt kommt der
Teil, in dem ihr erfahrt, warum sich die 120‑km‑Tour mehr als gelohnt hat.
Mit einer stark besetzten Mannschaft bestehend aus 13 Feldspielern
und 2 Torhütern reisten wir zum SSV Falkensee, dem Tabellen‑3. der Landesliga
Nord. Gefehlt haben diesmal Basti, Leon, Nicki, Hannes und Ronald, wobei
Letzterer uns bravourös von der Tribüne aus unterstützte – vielen Dank dafür!
Nach der Erwärmung gab es erst einmal etwas zu meckern vom Coach.
Dieser bemängelte die Intensität beim Warmmachen und appellierte noch einmal an
die Wichtigkeit des Spiels und die Stärke des Gegners. Doch ohne zu viel
vorwegzunehmen: Das war auch das Letzte, worüber man hätte meckern können.
Von Beginn an waren wir hellwach und spielten den wohl besten
Handball der Saison. In der Abwehr kämpften wir um jeden Ball und vorne
spielten wir uns ein ums andere Mal in tolle Wurfpositionen und verwandelten
sicher. Wir hielten den Gegner bis zur 5. Minute bei einem Tor – und dieses Tor
war ein 7‑Meter (5.). Zwar gelang es den Hausherren aus Falkensee, das Spiel
noch einmal auszugleichen (8.), aber man merkte von Anfang an: Wir waren da.
Einziger Wermutstropfen war zu diesem Zeitpunkt, dass Flo bereits in
der 7. Spielminute seine zweite 2‑Minuten‑Strafe bekam und so stark
rotgefährdet war. Deshalb nahm er erst einmal auf der Bank Platz. Den
Gastgebern war aber ebenfalls anzumerken, dass sie dieses Spiel auf ihre Seite
ziehen wollten, und sie feierten jede gelungene Aktion lautstark. Doch wir
ließen uns nicht beirren und setzten uns in der Folge erstmals etwas ab – 4:7
(11.).
Die Gastgeber verteidigten nun härter und wurden spürbar nickliger.
Doch wir schafften es in dieser Phase, ruhig zu bleiben und jede Situation, in
der die Falkenseer nicht ganz wach waren, sofort zu bestrafen. Wir trafen ein
ums andere Mal sehenswert – 10:14 (20.).
Butze wechselte jetzt die Torhüter und Ivo machte Platz für Andreas.
Unsere größte Stärke an diesem Tag: Egal, wer eingewechselt wurde – es gab
keinen Leistungsabfall. So war es auch völlig verdient, dass wir uns bis zur
Pause noch weiter absetzten und mit einem komfortablen Ergebnis in die Halbzeit
gingen. 15:21 hieß es nach 30 Minuten für unsere Farben.
In der Halbzeit gab es tatsächlich mal so etwas wie Lob aus dem Mund
des Trainers. Und doch ermahnte er uns, dass wir kein Stück nachlassen dürfen
und uns nur auf das konzentrieren sollen, was wir auch beeinflussen können –
„unsere eigene Leistung“.
Also rein in die zweite Halbzeit – und gesagt, getan. Egal, was die
Hausherren probierten, wir hatten auf alles eine passende Antwort und hielten
unseren Vorsprung weiter konstant bei sechs Toren – 24:30 (42.). Weiterhin
versuchten die Hausherren alles, ob mit Härte oder indem man Matthes in
Manndeckung nahm. Heute sprang einer für den anderen ein und dann trafen eben
andere. Jeder in der Mannschaft brachte heute eine Top‑Leistung und so war es
nicht verwunderlich, dass wir unseren Vorsprung weiter ausbauen konnten – 25:34
(50.).
In der Folge merkten auch die Hausherren, dass heute gegen diese
Mannschaft aus Müncheberg nichts zu holen war. So verliefen die letzten zehn
Minuten wieder einigermaßen ausgeglichen mit Toren auf beiden Seiten. Über
27:36 (55.) und 29:39 (59.) blieb nun nur noch die Frage, ob wir den Hausherren
noch den Forty Burger einschenken. Doch dieser blieb ihnen erspart, denn
Matthes verweigerte das 40. Tor und zielte zu hoch (60.).
Im Anschluss des Spiels war der Jubel über die gezeigte Leistung
natürlich groß. Man feierte die alleinige Tabellenführung in der Landesliga
Nord mit den angereisten Fans und ließ das Spiel anschließend beim
„Edel‑Amerikaner“ noch einmal Revue passieren.