Spielbericht SV Blau-Weiß Perleberg – HSV Müncheberg Buckow

Willkommen zum ersten Auswärtsspielbericht der noch jungen Saison!
Nach unserem erfolgreichen Saisonauftakt, bei dem wir uns im ersten Heimspiel mit 27:21 gegen den SV Jahn Bad Freienwalde durchsetzen konnten, stand bereits am 2. Spieltag die weiteste Auswärtsfahrt der Saison auf dem Programm. Über 200 Kilometer ging es für uns nach Perleberg. Während wir am ersten Spieltag noch 14 Spieler auf dem Spielberichtsbogen hatten, standen in Perleberg gerade einmal 9 Spieler zur Verfügung. Darunter befanden sich zwei Torhüter und mit Matthes ein angeschlagener Feldspieler. Einen Kreisläufer suchte man auf dem Spielberichtsbogen ebenfalls vergeblich. Denkbar schlechte Voraussetzungen also für unser erstes Auswärtsspiel der Saison. Da mir die genauen Gründe für die zahlreichen Ausfälle fehlen, verzichte ich an dieser Stelle auf eine Aufzählung der fehlenden Spieler.

In der Spielbesprechung gaben wir uns zunächst ein klares Ziel: Wir wollten uns so teuer wie möglich verkaufen. Das gelang uns in den ersten Minuten auch ganz ordentlich. Durch Tore von Leon, Nicki und Nico stand es nach sechs Minuten 3:3. Danach gelang es den Hausherren jedoch erstmals, sich etwas abzusetzen. Ein 4:0-Lauf der Gastgeber sorgte in der 10. Spielminute für einen 7:3-Rückstand. Nach 9:55 Minuten sah ich dann etwas, das ich in den 2,5 Jahren, die ich nun in Müncheberg spiele, noch nie gesehen hatte. Unser Linkshand-Mister-Halbrechts-„Ich-werfe-jeden-Torwartkaputt“-Matthes wurde am Kreis freigespielt und verwandelte zum 4:7 – mit RECHTS! Ja, die erfahrenen Kenner der Müncheberger Handballszene werden jetzt vielleicht zweimal lesen und es kaum glauben. Aber tatsächlich war es so: Matthes hatte sich den linken Arm verletzt und wurde deshalb kurzerhand am Kreis geparkt – mangels
Alternativen. An dieser Stelle noch einmal meinen allergrößten Respekt an
Matthes für diesen Einsatz für unsere Farben! Leider folgte anschließend ein weiterer 5:0-Lauf der Hausherren. Das Ergebnis nahm langsam eine Richtung an, bei der der ein oder
andere in der Halle vermutlich schon dachte: Heute wird das für Perleberg ein Spaziergang. 11:5 stand es nach 15 Minuten. Zwar gelang es uns im Angriff weiterhin, das ein oder andere Tor zu erzielen, doch in der Abwehr bekamen wir nur wenig Zugriff. So
konnten sich die Hausherren bis zur Halbzeit deutlich auf 22:13 absetzen.

In der Halbzeit waren die Köpfe dementsprechend erst einmal unten. Und ich denke, nur wenige von uns glaubten zu diesem Zeitpunkt noch daran, hier ein Ergebnis zu holen, das unser Gesicht einigermaßen wahren würde. Doch manchmal passieren im Sport Dinge, die man nicht erklären kann. Wir kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. In der Abwehr
standen wir plötzlich deutlich besser und auch im Angriff trafen wir Tor um Tor. Mit einem unglaublichen 8:2-Lauf in den ersten acht Minuten der zweiten Halbzeit verkürzten wir den Rückstand auf gerade einmal drei Tore. Plötzlich stand es nur noch 24:21 (38.). Irgendwie hatte man jetzt das Gefühl, dass jeder wieder mehr an sich glaubte. Jeder machte den berühmten einen Schritt mehr als noch in der ersten Halbzeit. Wir kämpften, wir ackerten und jeder ging über seine Grenzen hinaus. Wir waren füreinander da. So gelang es uns, das Spiel bis zur 55. Minute offen zu halten. Beim Stand von 33:30 war weiterhin alles möglich. Zwar konnten sich die Hausherren durch eine Überzahl noch einmal auf fünf Tore absetzen, doch wir schafften etwas, mit dem nach der ersten Halbzeit wohl kaum noch jemand gerechnet hatte: Wir gewannen die zweite Halbzeit mit vier Toren!


Am Ende stand es 36:31 für Perleberg. Der Respekt einiger gegnerischer Fans war uns trotzdem sicher. Einige Zuschauer und Anhänger der Perleberger gratulierten uns nach dem Spiel sogar zu unserer kämpferischen und vor allem starken Leistung in der zweiten Halbzeit. Und auch wenn wir am Ende mit fünf Toren verloren haben, fühlte sich diese Niederlage aufgrund der zweiten Halbzeit irgendwie nicht wie eine Niederlage an. Wir können stolz darauf sein, wie wir uns hier verkauft haben. Ein ganz großer Respekt geht deshalb an alle, die die lange Fahrt nach Perleberg mitgemacht und dort für unsere Farben alles gegeben haben! Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Wenn man in dieser Liga nicht
die nötige Tiefe im Kader besitzt, wird es schwer, die Klasse zu halten. Deshalb hoffen wir sehr, dass dieses Spiel, was die Anzahl der spielfähigen Spieler betrifft, eine absolute Ausnahme bleibt. Jeder muss noch einmal in sich gehen und versuchen, für unsere
Farben und für unsere Mannschaft alles zu geben. 

Zum Schluss möchte ich natürlich noch unsere Torschützen erwähnen. Ich verzichte dabei bewusst darauf, nur die besten drei hervorzuheben. Denn an diesem Abend haben es alle verdient, in diesem Bericht erwähnt zu werden. Locke 8 | Nicki 7 | Nico 6 | Leon 3 | Klemens 3 | Elias 2 | Matthes 2 Und natürlich darf einer nicht fehlen: Max – der Torschütze der Herzen!❤ Damit trug sich tatsächlich jeder Feldspieler in die Torschützenliste
ein. Einzig unsere Torhüter Andreas und Ivo blieben ohne eigenen Treffer – was bei ihrer Leistung zwischen den Pfosten aber definitiv zu verschmerzen ist!


Weiter geht’s! Unser nächstes Spiel findet am 27.09.2026 um 16:00 Uhr statt. Dann empfangen wir in der heimischen Müncheberghalle den SV Blau-Weiß Wusterwitz.
Dazu laden wir euch alle herzlich ein! Kommt in die Halle und unterstützt uns dabei, gemeinsam alles für die HSV Müncheberg Buckow zu geben!


Mit sportlichen Grüßen
Eure Männer der HSV Müncheberg Buckow 💚 🤍

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