Spielbericht HSV Müncheberg/Buckow – SV Blau-Weiß Wusterwitz

Hallo Handballfreunde,

da sind wir wieder – mit einem neuen Kapitel aus der Welt des Handballs!

Zum zweiten Heimspiel der Saison begrüßten wir den SV Blau-Weiß Wusterwitz in unserer Müncheberghalle. Beide Mannschaften hatten nach den ersten beiden Saisonspielen jeweils einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto.

Unsere personelle Situation hatte sich im Vergleich zum letzten Spiel etwas gebessert – wobei das nach dem Spiel in Perleberg auch keine allzu große Kunst war. Immerhin fanden 12 Spieler Platz auf dem Spielberichtsbogen. Allerdings fehlte uns im Rückraum mit Karl und Matthes doch einiges an Qualität.

Zu Beginn der Partie zeigten sich beide Mannschaften treffsicher und nutzten ihre Torchancen konsequent. So entwickelte sich von Anfang an ein munteres Hin und Her. Bereits nach vier Minuten stand es 3:3 (4.).

Dann folgte eine Phase, in der wir es schafften, einige Bälle in der Abwehr zu gewinnen und es den Männern aus Wusterwitz wirklich schwer machten, sich klare Torchancen herauszuspielen. Auch im Angriff waren wir in dieser Phase nicht fehlerfrei, aber durch konsequente Abwehrarbeit erarbeiteten wir uns bis zur 11. Spielminute einen Drei-Tore-Vorsprung – 6:3 (11.).

In der Folge schafften wir es eigentlich souverän, unsere Führung zu verwalten. Zwar kamen die Gäste immer wieder durch zweite Bälle zum Torerfolg, doch wir hatten im Angriff zu diesem Zeitpunkt immer wieder eine passende Antwort parat. Über 12:8 (16.) und 15:12 (21.) hielten wir unseren Vorsprung zunächst konstant.

Ab der 21. Minute schafften es die Gäste allerdings, uns das Leben im Angriff zunehmend schwerer zu machen, und profitierten immer wieder von unseren schlechten Abschlüssen. So konnten sie das Spiel nicht nur in der 24. Minute ausgleichen, sondern drehten die Partie anschließend sogar zu ihren Gunsten. Beim 16:18 (29.) lagen wir plötzlich mit zwei Toren zurück.

Mit Ablauf der Uhr bekamen wir noch einen Freiwurf zugesprochen, der dadurch direkt ausgeführt werden musste. Ich bin jetzt nicht der absolute Statistik-Experte, aber ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Freiwurf statistisch gesehen den Weg ins Tor findet, liegt bei unter fünf Prozent.

Also eigentlich genau der richtige Zeitpunkt für den einen oder anderen Zuschauer, sich gedanklich schon einmal auf den Weg zum Bierstand zu machen.

Doch Nicki hatte hier und heute einen anderen Plan und verwandelte sehenswert zum umjubelten 17:18 (30.)!

In der Halbzeit sprach Butze noch einmal die fehlende Konsequenz in unserer Abwehrarbeit in den letzten zehn Minuten an und forderte ein besseres Verschieben sowie ein konsequenteres Aushelfen von jedem Einzelnen. Schließlich war man zu diesem Zeitpunkt wieder auf dem besten Weg, deutlich über 30 Gegentore zu bekommen – und so wird es bekanntlich schwer, ein Handballspiel zu gewinnen.

Der Start in die zweite Halbzeit verlief dann vielversprechend. In der Abwehr kämpfte nun jeder für jeden und wir schafften es, die Mannschaft aus Wusterwitz in den ersten zehn Minuten bei gerade einmal zwei geworfenen Toren zu halten.

Da im Angriff jetzt auch nicht alles wie am Schnürchen lief, war es vor allem der Abwehrarbeit zu verdanken, dass wir das Spiel in der 40. Minute wieder zu unseren Gunsten drehen konnten – 21:20 (40.).

Von da an entwickelte sich ein Spiel, das zunehmend von den Abwehrreihen und den Torhütern bestimmt wurde. 24:23 stand es in der 52. Minute – und alles war weiterhin offen.

Was dann in den letzten acht Minuten passiert ist, ist allerdings immer noch schwer in Worte zu fassen.

Denn in den letzten, sage und schreibe acht Minuten, schafften wir es nicht, den Ball auch nur ein einziges Mal im Tor der Gäste unterzubringen.

Zwar hielt uns unsere Abwehrarbeit weiterhin im Spiel, doch wenn man in der absoluten Primetime eines Handballspiels kein Tor erzielt, wird man in dieser Liga bekanntlich nicht mit Punkten belohnt.

Trotzdem bekamen wir noch einmal die Chance zum Ausgleich. Nach einem gehaltenen Siebenmeter (59.) hatten wir mit dem letzten Angriff des Spiels und noch einer Minute auf der Uhr die Möglichkeit, das Spiel erneut auszugleichen. Doch auch diese Chance führte leider nicht dazu, dass wir vorne noch einmal zum Torerfolg kamen.

So war es am Ende ein langer Ball bei Manndeckung, der die Entscheidung zugunsten der Gäste brachte. Wusterwitz traf zum 24:26 (60.) und entführte damit beide Punkte aus der Müncheberghalle.

Nach nun drei Spielen in der Verbandsliga kann man festhalten: Wir waren in keinem Spiel chancenlos, konnten über weite Strecken der Partien mithalten und stehen trotzdem nach drei Spielen mit nur zwei Punkten auf der Habenseite da.

Jetzt müssen wir es endlich schaffen, auch die knappen Spiele zu unseren Gunsten zu entscheiden. Dafür braucht es jeden Mann – und natürlich euch als Fans!

Wir als Team bedanken uns auf alle Fälle für eure tolle Unterstützung in unserer Halle. Wir werden es im nächsten Spiel wieder versuchen und alles daransetzen, unser Punktekonto aufzustocken.

Beste Werfer des Spiels waren Nicki mit 7 Toren sowie Basti und Nico mit jeweils 4 Toren.

Weiter geht es für uns in zwei Wochen mit dem nächsten Auswärtsspiel in Neuruppin.

Bis dahin wünschen wir allen eine schöne Zeit und sagen:

Bis bald – eure Männer des HSV!